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Familiale Ereignisse wie die Gründung einer Partnerschaft und die Familienbildung wirken nicht nur auf das Erwerbverhalten von Frauen, sondern auch auf das der Männer ein. Auf welche Art und Weise familiale Übergänge das Erwerbsverhalten von Männern prägen, hängt sowohl von individuellen und familialen Faktoren als auch von gesellschaftlichen Kontexten ab. Das Forschungsprojekt geht vor allem der Frage nach, inwiefern der Effekt familialer Übergänge auf das Erwerbsverhalten von Männern unter verschiedenartigen institutionellen Rahmenbedingungen variiert.
Forschungsthemen
Seit dem Ende der achtziger Jahre ist die Linke in Lateinamerika zu einem maßgeblichen politischen Akteur geworden und die wissenschaftliche Diskussion scheint – eher implizit als explizit – davon auszugehen, dass die Rechte in der Region keine Bedeutung mehr spielt. Dieses Bild ist allerdings grob vereinfachend und könnte einen falschen Eindruck vermitteln. Einerseits spielen Parteien rechts der Mitte in einigen Gesellschaften Lateinamerikas bei den Wahlen eine große Rolle und regieren in Ländern wie Chile, Kolumbien und Mexico. Andererseits wurde die Linkswende in Lateinamerika nicht unbedingt durch strukturelle Veränderungen in Richtung linker Parteien verursacht, sondern ist zum großen Teil auf kontingente Faktoren zurückzuführen (z. B.
Forschungsthemen
In der nächsten Dekade wird im Zuge der politisch beschlossenen Energiewende in Deutschland die Energieversorgung auf dezentral organisierte und regenerative Energiequellen umgestellt. Damit steht auch das Stromnetz vor einem radikalen Umbau. Das künftige Energienetz muss dezentral und smart organisiert sein, es wird verzweigter und mit zusätzlichen Puffer- bzw. Speicherelementen verbunden sein. Gefragt sind neue und intelligente Stromnetze, so genannte Smart Grids: Energieerzeuger, Speichermedien und Energieverbraucher werden kommunikativ vernetzt, vor allem um die Volatilität regenerativ erzeugten Stroms durch eine intelligente Steuerung überbrücken zu können.
Forschungsthemen
Macht es einen Unterschied für den Forschungsprozess, wenn in einer Forschungsgruppe Wissenschaftler/innen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenarbeiten? Dieser Frage widmet sich das Projekt theoretisch und empirisch und arbeitet damit an zentralen Forschungsdesiderata der Wissenschaftssoziologie. Die Disziplin hat die Untersuchung „gesellschaftlicher Einbettung“ wissenschaftlicher Wissensproduktion zu ihrer Aufgabe gemacht. Dabei wurden aber bislang potenzielle kulturelle Unterschiede in der Wissensproduktion vernachlässigt und Fachgemeinschaften werden ungeprüft als weitgehend homogene Einheiten behandelt.
In ihrem Dissertationsprojekt beschäftigt sich Jonna M. Blanck mit den Übergängen in die berufliche Ausbildung von SchülerInnen mit einer sogenannten „Lernbehinderung“ und fragt nach den individuellen und institutionellen Faktoren, die die Übergänge erschweren, behindern oder auch unterstützen können. Die Forschungsfrage knüpft damit an Studien an, die sich aus der Lebensverlaufsperspektive mit den Auswirkungen von Bildungsarmutauf berufliche Chancen beschäftigen. Bei der Untersuchung wird ein Mixed-methods-Ansatz verfolgt: Zum einen werden die Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) für eine quantitative Analyse der Übergänge herangezogen.
Der Aufstieg nicht-westlicher Mächte, wie der BRICS- oder IBSA Staaten, hat in der Forschung konkurrierenden Erwartungen geweckt – sowohl was die Interaktion dieser Mächte untereinander angeht, also auch ihr Verhalten gegenüber etablierten Mächten. Bilden die aufsteigenden Mächte einen anti-hegemonialen Block um die „alten“ Mächte herauszufordern? Und erwachsen daraus potentiell gefährliche Spannungen in der internationalen Politik? Oder beobachten wir vielmehr eine Interessenskonvergenz zwischen aufstrebenden und etablierten Mächten, die auf einen Ausgleich und zwischenstaatlicher Harmonie hindeutet? Um das Verhalten der aufsteigenden Mächte systematisch zu untersuchen, analysieren wir in diesem Projekt ihr Abstimmungsverhalten in der Generalversammlung der Vereinten Nationen (VN).
Forschungsthemen
Das Projekt theoretisiert Strukturen internationaler öffentlicher Autorität und übersetzt diese in ein geeignetes Datenmodel. Untersuchungsgegenstand ist die Regelung nationaler und internationaler Politik durch verschiedene internationale Institutionen. Das Projekt wird durch folgende Neuerung motiviert: Internationale Institutionen, insbesondere Internationale Organisationen (IOs), gewinnen zunehmend an Autorität und nehmen dadurch erheblichen Einfluss auf die internationale Angelegenheiten von Staaten, indem sie ihren Entscheidungsspielraum reduzieren. Dadurch wird das Prinzip nationaler Souveränität verändert. Es verliert seine Strukturierungsqualität in der Internationalen und nationalen Politik.
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In International Institutions in Hard Times. A Theory of Global Governance werden die aktuellen Blockaden und Normenverletzungen als Ausdruck der institutionellen Defizite von Global Governance interpretiert. Die Krise der europäischen Integration, der Unilateralismus der USA, die Zunahme von Widerständen gegen internationale Organisationen, aber auch das Souveränitätsbeharren aufstrebender Mächte wie China und Indien sind demnach eine Folge von Defekten in der weltpolitischen Ordnung.
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Das Projekt entspringt der Beobachtung, dass Legitimität für internationale Institutionen enorme Bedeutung gewonnen hat, jedoch auch stark umkämpft ist. Weit davon entfernt, eine „Eigenschaft“ von internationalen Institutionen zu sein, wird Legitimität in diskursiven Praktiken ausgeübt und verhandelt. Während sich internationale Organisationen um Legitimität bemühen, beteiligen sich Staaten und andere Akteure in dynamischen Prozessen von (De-)Legitimation. Die Legitimitätsdebatte wird sowohl als Werkzeuge in der politischen Auseinandersetzung genutzt, übernimmt aber auch wichtige Vermittlungsfunktionen.
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Die Verschiebung zwischenstaatlicher Machtverhältnisse zugunsten aufsteigender Führungsmächte im ‚Globalen Süden‘ ist ein grundlegender Trend in der Weltpolitik. Die aufsteigenden Führungsmächte vertreten andere ökonomische Interessen und Ideen. Auf diese Weise verändern sie den Charakter der globalen Politischen Ökonomie in einem internationalen System, das sich durch eine Vielzahl von internationalen Institutionen auszeichnet, deren Zuständigkeitsbereiche sich teilweise überschneiden. Diese internationalen Institutionen reichen von formalen intergouvernementalen Organisationen, wie der WTO und dem IWF, über informelle Clubs (z.B. G7, BRICS, IBSA) bis hin zu allgemein akzeptierten Ideen und geteilten Normen.