„Bildung, Bildung, Bildung!“ lautet die Beschwörungsformel, wenn über die Zukunft Deutschlands in der Welt gesprochen wird. Bildung als Lösung (fast) aller großen Zukunftsprobleme findet nicht nur in allen politischen Lagern ungeteilte Zustimmung, sondern auch in Wirtschaft und Wissenschaft, unter Experten und in der öffentlichen Diskussion. Mit solchen Konsensformeln bleiben aber meist die grundlegenden Probleme verdeckt – und weiterer Streit entzündet sich an den Detailfragen nach Art und Ausmaß der Bildung, nach Strukturen und Zuständigkeiten.
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Als vor zwanzig Jahren die kommunistischen Diktaturen implodierten, rief Francis Fukuyama das Ende der Geschichte aus. Kapitalismus und Demokratie hätten endgültig den Wettlauf der Systeme gewonnen und blieben fortan ohne Alternative. Knapp zwei Dekaden später ist die Euphorie verflogen. Es verdichten sich die pessimistischen Diagnosen. Einflussreiche US-Wissenschaftler befürchten die „Rückkehr der autoritären Großmächte“ oder diagnostizieren einen „Democratic Rollback“ (Foreign Affairs). Die Demokratie sei weltweit auf dem Rückzug.
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Eine Gesprächsreihe des WZB
Die Stimme erheben: ein scheinbar einfacher Akt, der doch oft Mut erfordert. Und der gleichzeitig immer nötiger wird in einer Welt, in der das, was unsere Gesellschaft so stark gemacht hat – Demokratie, Vielfalt, Freiheit –, unter Druck gerät.
In diesen Tagen ist es zehn Jahre her, dass Fußballprofi Thomas Hitzlsperger seine Homosexualität bekanntgab. Sein öffentliches Bekenntnis löste ein Beben in der Welt des Männerfußballs aus. Dort war Homosexualität ein Tabu – und ist es bis heute. Kein zweiter deutscher Profifußballer hat sich bislang geoutet.