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Kooperationsprojekt der Arbeitsgruppe Public Health des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und des Zentrums für Sozialpolitik der Universität Bremen.
WAMP
Wandel von Medizin und Pflege im DRG-System
Sozialwissenschaftliche Längsschnittsanalyse der Auswirkungen des DRG-Systems auf den pflegerischen und medizinischen Dienstleistungsprozess und
die Versorgungsqualität im Krankenhaus
Die Gesundheitssysteme Deutschlands und der Schweiz zählen zu den teuersten der Welt, bringen aber nur mittelmäßige Gesundheitsergebnisse hervor, schöpfen mithin ihre Ressourcen und ihr Leistungspotenzial nur unzureichend aus. In beiden Ländern gilt die starke Abschottung von Versorgungssektoren - einhergehend mit Integrationsproblemen im Versorgungsprozess - als wichtige Ursache für diese Ineffizienzen. Die fehlende Integration zeigt sich als unzureichende Kommunikation und Koordination zwischen den beteiligten Akteuren. Sie führt zur Segmentierung von Versorgungsprozessen und zu vielfältigen Brüchen im Behandlungsverlauf. Es fehlt an langfristiger, kontinuierlicher Betreuung von Patienten, wie sie zur angemessenen Versorgung chronischer Erkrankungen notwendig wäre.
Der am WZB entwickelte Ansatz zur Betrieblichen Gesundheitsförderung als partizipative Organisationsentwicklung gilt heute als Pilotfall moderner Prävention nach dem von der WHO entwickelten Setting-Ansatz. Essentiell für sein Funktionieren ist u.a. eine reibungsarme Kooperation zwischen den inner- und überbetrieblichen Akteuren. Die Erforschung von Möglichkeiten und Grenzen der Einbeziehung von Berufsgenossenschaften füllt dabei eine wichtige Lücke, da die Berufsgenossenschaften als Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung der größte Akteur für Prävention und Gesundheitsförderung im Betrieb sind.
Strukturen zur Stärkung der Qualitätssicherung und Evaluation in der primärpräventiven Arbeit der AIDS-Hilfen wurden auf Bundesebene entwickelt. Im Vordergrund standen folgende Komponenten: Workshops zu Methoden der Qualitätssicherung und Evaluation, ein Internet-Handbuch zu Ressourcen für die Qualitätssicherung und Evaluation, Unterstützung in der Verwendung epidemiologischer Daten und ein Peer-review-Verfahren. Parallel dazu wurde eine modellhafte, individuelle wissenschaftliche Beratung zur Entwicklung und Realisierung eigener Qualitätssicherungs- und Evaluationsmaßnahmen in zwölf Einrichtungen durchgeführt. Ein weiteres Ziel ist die Gründung eines Netzwerkes für partizipative Gesundheitsforschung.
Im Rahmen der bundesweiten Diskussion zum Stellenwert der Prävention und der Gesundheitsförderung im Gesundheitswesen – vor allem für sozial Benachteiligte – wird die Partizipation der Zielgruppen insbesondere in Settingprojekten als viel versprechender Ansatz bewertet. Gleichzeitig ist festzustellen, dass dieser Ansatz durch seine Komplexität und diskursive Gestaltung die üblichen Methoden der Evaluation und Qualitätssicherung überfordert.
Der Umgang mit HIV-Übertragungsrisiken bei den Nutzerinnen und Nutzern von Kontaktseiten im Internet
In der sozialwissenschaftlichen Forschung gibt es widersprüchliche Ergebnisse zu der Frage, ob sexuelle Kontakte, die über das Internet hergestellt werden, ein erhöhtes Risiko für die Übertragung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen darstellen.
Der Erfolg von Unternehmensneugründungen ist ein wichtiger Indikator für das Wachstums- und Innovationspotential einer Ökonomie. Dies gilt besonders für die ostdeutschen Bundesländer, da dort der Aufbau neuer, wettbewerbsfähiger Industriestrukturen und aktives Unternehmertum von zentraler Bedeutung für zukünftiges Wirtschaftswachstum sind. Almus und Prantl (2002) zeigen, welchen Einfluss personen- und unternehmensspezifische Charakteristika auf die Wachstumschancen und Schließungsrisiken neu gegründeter Unternehmen in Ost- und Westdeutschland während der 1990er Jahre haben.
Die Forschung im Rahmen dieses, von der DFG geförderten, Projektes konzentriert sich auf die Interaktion von zentralen Tarifverhandlungen und Produktmarktwettbewerb in oligopolistischen Märkten. Es werden sowohl grundlagentheoretische Arbeiten zur Entwicklung von Verhandlungsmodellen in bilateral oligopolistischen Industrien als auch angewandte Arbeiten, die sich mit speziellen Arbeitsmarktinstitutionen auseinandersetzen, angefertigt.
Infrastrukturinvestitionen sind eine wichtige Voraussetzung für die Modernisierung der Wirtschaft und dienen damit dem wirtschaftlichen Wachstum, der Wettbewerbsfähigkeit und der Produktivität. In diesem Projekt wird der Einfluß traditioneller und moderner regionaler und überregionaler Infrastruktur auf das Wirtschaftswachstum, auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und auf die Beschäftigung untersucht.
In der politökonomischen Literatur wird oftmals argumentiert, dass Wahlwettbewerb – analog zum Marktwettbewerb – zu effizienten Ergebnissen führt (Wirkung 3). Anhand eines einfachen Modells, in dem Politiker mehr Informationen über Kosten und Nutzen verschiedener Politikalternativen haben als der (durchschnittliche) Wähler, wird diese These von Johan Lagerlöf und Paul Heidhues (FS IV 00-06) hinterfragt.