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Im Projekt wird für sieben deutsche Großstädte untersucht, inwieweit die soziale Lage der Stadtteile mit der ungleichen Verteilung von Umweltbelastungen, Erholungsräumen, Spielplätzen, beruhigten Straßenabschnitten, kulturellen und schulischen Institutionen und der Verteilung von Kinder- und Jugendmedizinern zusammenhängt. Die Ausgangshypothese des Projekts ist, dass mit der Ballung vieler armer Kinder in einem Stadtteil auch eine Benachteiligung bei weiteren Charakteristika einhergeht, die für Kinder relevant sind. Das Projekt wird in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Deutschen Kinderhilfswerk durchgeführt.
In diesem Projekt soll der bisher obskure Zusammenhang zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Xenophobie und Diskriminierung empirisch mit Hilfe von online Vertrauensspielen mit nichthypothetischen Vignetten untersucht werden. Eines der Enigmata, die Untersuchungen zur wahrgenommenen Xenophobie aufgeworfen haben, ist der kontraintuitive Befund, dass besser integrierte Menschen mit Migrationshintergrund sich besonders diskriminiert fühlen; aber trifft das zu? Einer möglichen Erklärung zufolge, erlaubt ihnen ihre Akkulturation, das volle Ausmaß der Diskriminierung zu erfassen, dem sie tatsächlich ausgesetzt sind.
Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) und insbesondere des Maschinellen Lernens (ML) verändert Arbeit und Qualifikationsanforderungen. Das Projekt untersucht diesen Wandel, indem es (1) die Herausforderungen von ML-Systemen für die Arbeitspraxis analysiert; (2) die Qualifikationsanforderungen für verschiedene Beschäftigtengruppen, die mit ML-Technologien arbeiten, untersucht (Datenkuratoren, Entwickler und Benutzer); und (3) Konzepte für die Gestaltung der Arbeit, der Qualifizierung und qualifikationsförderlicher ML-Systeme (mit Schwerpunkt auf Transparenz und Erklärbarkeit) entwickelt. Diese Ziele werden auf der Basis eines interdisziplinären Co-Design-Ansatzes angegangen.
Das statistische Bundesamt hat gerade erst belegt, was wir alle längst spüren: Die Autodichte nimmt Jahr für Jahr zu. In den letzten zehn Jahren ist die Pkw-Flotte in Deutschland um 12 Prozent auf fast 48 Millionen gestiegen. Wir könnten alle zeitgleich auf den vorderen Sitzen Platz nehmen, niemand müsste hinten sitzen, trotzdem blieben etliche Sitze frei.
Der Verkehr ist das Sorgenkind im Klimaschutz. Daran hat auch die Corona-Krise nichts geändert. Mittlerweile hat der Autoverkehr fast wieder sein Vor-Corona-Niveau erreicht, während es der öffentliche Verkehr schwerer denn je hat. Viele Appelle, vom Auto auf umweltfreundliche Alternativen umzusteigen, verhallen.
Forschungsthemen
Die Demokratien in der Europäischen Union und weltweit stehen vor großen Herausforderungen. Populistische Parteien gewinnen immer mehr Rückhalt in der Bevölkerung und selbst anti-demokratische Kräfte treten immer häufiger in Erscheinung. Die Politikwissenschaft kann hier einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Demokratien leisten, indem sie hilft, diese Prozesse besser zu verstehen und daraus Antworten auf die sich stellenden Herausforderungen zu finden.
"Grenzen zu schließen ist naiv, das Virus wird trotzdem kommen" - das war die politische Annahme, die bis Mitte März wiederholt von der WHO, der EU sowie den zuständigen Behörden in Deutschland und anderen Ländern vertreten wurde. In der Zwischenzeit hatten andere Staaten begonnen, ihre Grenzen für Reisende aus Hochrisikoländern zu schließen oder obligatorische Quarantänen einzuführen. Am 17. März tat die EU das, wogegen sie zuvor argumentiert hatte, und schloss ihre Grenzen für Reisende von außerhalb der EU und des Schengen-Raums. Auch Deutschland änderte seine Linie und schloss seine Grenzen zu Frankreich, der Schweiz und Österreich und am 18. März auch für Reisende aus Italien. Wer hatte Recht?
Das Dissertationsprojekt setzt sich mit den Potentialen und Hürden der sozial-ökologischen Transformation im Verkehrssektor auseinander und fragt, wie alternative Eigentumsmodelle, Demokratisierung und betriebliche Konversion zu einem sozial gerechten Strukturwandel beitragen können.
Das oberste Ziel des Leibniz-Netzwerkes Mobilität ist die Generierung von System-, Ziel- und Transformationswissen für eine nachhaltige Verkehrswende. Dieses Wissen soll durch die gemeinsame Durchführung von Forschungsprojekten und gegebenenfalls durch die Beteiligung an Experimentierräumen erarbeitet und öffentlich zugänglich gemacht werden. Dies erfordert wissenschaftlichen Austausch zwischen den Mitgliedsinstituten und den regelmäßigen Austausch mit der (Fach-)Öffentlichkeit.
Um die Ziele des Leibniz-Forschungsnetzwerks Mobilität umzusetzen, werden Mittel für Maßnahmen der interdisziplinären Kooperation, der Anbahnung gemeinsamer Forschungsvorhaben und des Wissenstransfers beantragt, und zwar für:
Forschungsthemen
Der Aufstieg von Unternehmen der Plattformökonomie stellt politische Entscheidungsträger vor erhebliche Herausforderungen. Dies gilt insbesondere für größere Städte, wo der Aufstieg von Unternehmen wie Uber, Airbnb oder E-Scooter-Anbietern mit erheblichen Folgeproblemen verbunden ist. Wie Entscheidungsträger mit diesen Herausforderungen umgehen, variiert erheblich, und zwar nicht nur zwischen Ländern, sondern auch zwischen Sektoren und Städten. Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt folgende zentrale Fragestellung: Wie haben Städte auf den Aufstieg der Plattformökonomie reagiert?