Begrüßung: Jutta Allmendinger, Präsidentin des WZB
Kommentar: Harro Albrecht, Redakteur im Ressort Wissen, DIE ZEIT
Begrüßung: Jutta Allmendinger, Präsidentin des WZB
Kommentar: Harro Albrecht, Redakteur im Ressort Wissen, DIE ZEIT
Das seit Mai 2002 von Christopher Bahn und Petra Potz bearbeitete DFG-Projekt untersucht den Strukturwandel des Einzelhandels in drei europäischen Großstadtregionen: Berlin, London und Mailand.
Wenn von Globalisierung die Rede ist, steht zumeist die Rolle des internationalen Finanzkapitals oder der multinationalen Produktionsunternehmen im Mittelpunkt. Demgegenüber stellt dieses von Michael Wortmann konzipierte und von der Volkswagen Stiftung geförderte Forschungsprojekt den Einzelhandel als Akteur der Globalisierung in den Mittelpunkt. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Unternehmen des Einzelhandels sowie Markenunternehmen ohne eigene Fertigung (z.B. Nike) in vielen Konsumgütersektoren (Bekleidung, Möbel, Unterhaltungselektronik, Spielwaren und viele andere) globale Wertschöpfungsketten koordinieren, an deren anderem Ende (formal) eigenständige Produktionsunternehmen in Entwicklungs- und Transformationsländern stehen.
Die Netzwerkperspektive hat im Zuge der Diskussion über die Ausdifferenzierung der städtischen Entscheidungs- und Implementationsstrukturen auch in der Stadtforschung eine große Prominenz erhalten. Während in früheren Arbeiten Netzwerke häufig implizit als aufrechterhaltende Strukturen von Seilschaften und Klüngeln innerhalb der städtischen Akteurskonstellation dargestellt und damit auch negativ konnotiert wurden, erscheinen sie heute überwiegend als notwendige Voraussetzungen für die „Regierbarkeit“ von Städten und als anzustrebende Idealzustände einer „Good Governance“.