Gesellschaftliche Herausforderungen wie der Klimawandel, die Energie- und Mobilitätswende zeichnen sich durch ein hohes Maß an Unsicherheit und Nichtwissen aus. Dabei sehen sich die Akteure über alle Funktionsbereiche hinweg mit komplexen Schnittstellenproblemen konfrontiert. Gesucht werden daher Beratungsmodelle, die zwischen Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft vermitteln.
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Zwei Formen des Fortschritts sollen in Systemen ambulanter Versorgung in den drei Ländern untersucht werden: soziales Lernen in informellen Pflegeprozessen und organisationelle Innovation der Pflegeerbringer. Ausgehend von lokalen Fallstudien soll die Arbeits- und Rollenverteilung zwischen informeller und (privat und/oder öffentlich organisierter) formeller Pflege untersucht werden, sowie die Verteilung der Steuerungskompetenzen zwischen lokaler, regionaler und nationaler Ebene (letztere aufgefasst als nationale Fallstudien) und ihr Funktionieren. Dabei sollen Erkenntnisse darüber erarbeitet werden, welche Strukturen, welche Anreize etc. sich für entsprechende Lern- und Innovationsprozesse unterstützend bzw. hinderlich auswirken.
Im Rahmen eines vergleichenden Zugangs wird die Wahrnehmung sozialer Ungleichheit in Deutschland und Großbritannien im 20. Jahrhundert untersucht. Anhand von Präventionsdebatten um chronische Herzkreislauf-Krankheiten sollen die nationale Prägung, historische Entwicklung und präventionspolitische Konsequenz von Ungleichheitswahrnehmungen erforscht werden. Durch die kulturhistorische Perspektive, die Wahrnehmungsperspektiven in den Mittelpunkt stellt, wird ein bislang wenig beachtetes Feld der historischen Sozialstaatsforschung erschlossen und ein Beitrag zum Verständnis der europäischen Sozialstaatsgeschichte geleistet.