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Dieses Projekt beschäftigt sich vorwiegend mit dem neu entstehenden europäischen System der Corporate Governance. Dieses aktuelle „Feldexperiment“ stellt eine einzigartige Gelegenheit dar, den komplexen Prozess des Aufbaus eines neuen Corporate Governance-Systems einschließlich einer Neuzusammenstellung der Beziehungen zwischen den Stakeholdern zu beobachten. Folgende Schlüsselfragen werden hierbei behandelt:
Forschungsthemen
Forschungsthemen
Die Mobilisierung sozialer Bewegungen hat erheblichen Einfluss auf die Parteipolitik. Sie prägt das Selbstverständnis und das Handlungsrepertoire politischer Parteien. Das Projekt untersucht aus politikwissenschaftlicher und soziologischer Perspektive die Rolle sogenannter Bewegungsmarken (movement brands) in der Parteipolitik. Untersucht wird, unter welchen Bedingungen Bewegungsmarken entstehen und wie sie die öffentliche Unterstützung und Mobilisierungskraft von Parteien beeinflussen.
Forschungsthemen
Die Forschungsgruppe Demokratie & Digitalisierung des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft untersucht die Wechselbeziehung zwischen Digitalisierung und demokratischer Selbstbestimmung. Wir erforschen, wie sich liberal-demokratische Gesellschaften digitale Technologien aneignen, vor allem aber, wie sich Demokratie in der digitalen Konstellation wandelt.
Die Forschungsgruppe untersucht, ob – und wenn ja, wie – sich Regulierung durch den Einsatz zeitgenössischer automatisierter Informations- und Entscheidungssysteme verändert. Mit „ubiquitous computing“, Big Data und Künstlicher Intelligenz (KI) gehen neue Praktiken der Quantifizierung und Bewertung einher, deren Rolle in Regulierungsprozessen ebenso wie ihre demokratischen Implikationen weiterer Untersuchung bedürfen. Um diese Forschungslücke zu schließen, verknüpft die Forschungsgruppe sozialwissenschaftliche und informatische Perspektiven miteinander.
Regulierung als Merkmal moderner Gesellschaften
Zwischen 2013 und 2018 untersuchte ein Teilprojekt der Forschungsgruppe "Politik der Digitalisierung" die Formierung von Deutungen, Vorstellung und Diskursen, die zur Entstehung und Entwicklung der Internetpolitik in Deutschland beigetragen haben. Die empirische Grundlage für diese Untersuchung stellten vor allem umfangreiche Textkorpora überregionaler Zeitungen und Magazine dar. Quantitative Muster dienten der Kartierung der Textkorpora, auf deren Basis dann nähere qualitative Untersuchungen durchgeführt wurden (blended reading).
Das Konzept der "digitalen Souveränität" hat sich in den letzten Jahren zu einem Schlüsselbegriff in politischen Debatten zur Digitalisierung entwickelt. Nachdem autoritäre und semi-autoritäre Länder wie China und Russland schon lange nach mehr Souveränität im digitalen Raum streben, fordern spätestens seit den Snowden-Enthüllungen in Jahr 2013 demokratischen Regierungen und regionale Institutionen wie die EU-Kommission, die digitale Souveränität der einzelnen Länder bzw. ihrer Wirtschaft und Bürger zu stärken. Jedoch werden dabei ganz unterschiedliche Interpretationen und Assoziationen mit dem Begriff verknüpft.
Das Projekt analysiert und vergleicht die historischen Kontexte, in denen Deutschland und Indien ihre Positionen zu Datenschutz und Privatsphäre entwickelt haben. Daneben werden auch die Reaktionen der beiden Länder auf wichtige globale Diskurse in diesem Bereich nach 2013 sowie die Rolle von Ereignissen, Akteuren und Interessen vergleichen, die den politischen Entscheidungsprozess in diesem Bereich vorangetrieben haben.
Das Projekt findet im Rahmen des Bundeskanzler-Stipendiums der Alexander von Humboldt Stiftung statt.