Wie sehen Wirtschaft, Staat und Gesellschaft heute aus? Wie soll deren Zukunft aussehen? Welche Reformen sind nötig, damit Deutschland und Europa gerüstet sind für die Stürme des 21. Jahrhunderts? Kurt Biedenkopf hat ein Buch über diese Fragen vorgelegt, das zu Kontroversen anregt, ja zum Streit auffordert. Es geht um die großen Kernfragen: Wie viel Staat, wie viel Markt und wie viel Eigenverantwortung braucht ein Gemeinwesen? Wie muss das Verhältnis zwischen diesen Steuerungsmedien balanciert werden, wie ihre internen Strukturen und Abläufe?
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Kaum ein Feld der Kulturreproduktion, kaum eine Sphäre sozialer Sinnstiftung unserer Tage ist von der „Pflicht zum Erfolg“ (Sighard Neckel) unberührt geblieben: Wir sollen erfolgreich lernen und lieben, mit Erfolg Karriere machen und Kinder großziehen, uns selbst und andere erfolgreich managen. Hat sich Erfolg als Verheißung generalisiert und im Sinne einer dominierenden gesellschaftlichen Orientierung verselbständigt, so stellt sich die Frage nach dem Entstehungskontext dieses Leitschemas und den Gründen seiner sozialen Wirkmächtigkeit.
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Das Nachwuchsnetzwerk Stadt, Raum, Architektur ist eine disziplinenübergreifende Initiative von NachwuchswissenschaftlerInnen und steht Interessierten offen, die sich mit dem Verhältnis von Sozialität, Materialität und Raum im Allgemeinen und Städten im Besonderen beschäftigen. Das Netzwerk trifft sich zweimal jährlich zu wechselnden Themen, um aktuelle Forschungsprojekte und anderes gemeinsam zu diskutieren.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt (Teilnahme kostenlos), um Anmeldung wird bis zum 07.10. 2011 gebeten an:
eva-christina.edinger [at] uni-konstanz.de
In diesem Projekt befassen wir uns sowohl empirisch als auch normativ mit der steigenden Ausübung von Autorität durch Internationale Institutionen. Momentan scheint die Skepsis gegenüber dieser Ausübung zuzunehmen. Mehrere europäische Staaten kritisierten die Einmischung in vormals klar zur Souveränität der Nationalstaaten gehörende Bereiche durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Auf internationaler Ebene lässt sich beobachten, dass Staaten die Arbeit des UN Komitees für die Abschaffung der Diskriminierung von Frauen anfechten. Ein anderes Beispiel sind die vom UN Sicherheitsrat verhängten Sanktionen gegen Individuen, wie beispielsweise das Einfrieren von Bankkonten und Reiseverbote.
Forschungsthemen
WZB Discussion Papers / Arbeitspapiere
Das starke Wachstum von politiknahen Forschungs- und Beratungsinstituten seit den 1990er Jahren sowie die zunehmende und zunehmend grenzüberschreitende Vernetzung von Experten und Think Tanks bilden den zentralen Gegenstand des Forschungsprojektes. Welche Trägergruppen (analog zu Mitgliederlogiken bei Verbänden) bestimmen die Institute und Organisationszusammenhänge, und welche Einflusslogiken prägen die Prozesse und die sich entwickelnden Strukturen? Kommt es zu einer Pluralisierung der Landschaft oder prägen sich neue Hierarchien aus? Die Debatten über postdemokratische Verhältnisse konzentrieren sich stark auf die nationale Ebene und prangern eine Minderung demokratischer Beteiligungschancen über traditionelle Akteure (Parteien, Verbände) und Institutionen (nationale Parlamente) an.
Sammelbände
Aufsätze in Sammelbänden
Zu Präferenzbildung bei Wahlentscheidungen existieren Unmengen an Literatur für individuelle Wähler während dies für ähnliche Prozesse in Internationalen Organisationen (IOs) nicht gilt, obwohl Staaten immer mehr Entscheidungen an internationale Institutionen delegieren. Wie internationale Entscheidungen getroffen werden und auf welchem Wege Präferenzen von Staaten aggregiert werden, kann entscheidenden Einfluss auf internationale Politik haben. Daher betrachtet dieses Projekt, wie formale Wahlverfahren in IOs ausgewählt werden sowie die verschiedenen Methoden der Präferenzbildung.