(Ersatztermin für die am 22.02.2023 ausgefallene Veranstaltung)
Angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen, die durch den digitalen Wandel, die fortschreitende Alterung der Gesellschaft und den Klimawandel verstärkt werden, ist das öffentliche Bildungssystem heute mehr denn je gefordert. Zugleich belegen verschiedene Studien Rückgänge bei den Leistungen der Schüler*innen, steigende Unterrichtsausfälle und prognostizieren zudem einen wachsenden Fachkräftemangel. Damit rückt die Zivilgesellschaft als Bildungsakteur stärker in den Fokus. Denn zivilgesellschaftliche Akteure – engagierte Einzelpersonen wie Organisationen – leisten wesentliche Bildungsbeiträge.
In der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus werden zivilgesellschaftlichen Organisationen eine bedeutende Rolle zugeschrieben. Sie werden als Orte der Demokratie und gesellschaftlicher Teilhabe, adressiert, an denen menschenfeindlichen Einstellungen entgegengewirkt wird. In den vergangenen Jahren ist die Zivilgesellschaft jedoch selbst verstärkt zum Ziel rechter Interventionen geworden, was zur Bildung neuer Organisationen sowie zu Spaltungen in bestehenden zivilgesellschaftlichen Organisationen führte. Dadurch droht die Integrationskraft der Zivilgesellschaft nachhaltig geschwächt zu werden.