Suche
Der Aufstieg nicht-westlicher Mächte, wie der BRICS- oder IBSA Staaten, hat in der Forschung konkurrierenden Erwartungen geweckt – sowohl was die Interaktion dieser Mächte untereinander angeht, also auch ihr Verhalten gegenüber etablierten Mächten. Bilden die aufsteigenden Mächte einen anti-hegemonialen Block um die „alten“ Mächte herauszufordern? Und erwachsen daraus potentiell gefährliche Spannungen in der internationalen Politik? Oder beobachten wir vielmehr eine Interessenskonvergenz zwischen aufstrebenden und etablierten Mächten, die auf einen Ausgleich und zwischenstaatlicher Harmonie hindeutet? Um das Verhalten der aufsteigenden Mächte systematisch zu untersuchen, analysieren wir in diesem Projekt ihr Abstimmungsverhalten in der Generalversammlung der Vereinten Nationen (VN).
Forschungsthemen
Das Projekt theoretisiert Strukturen internationaler öffentlicher Autorität und übersetzt diese in ein geeignetes Datenmodel. Untersuchungsgegenstand ist die Regelung nationaler und internationaler Politik durch verschiedene internationale Institutionen. Das Projekt wird durch folgende Neuerung motiviert: Internationale Institutionen, insbesondere Internationale Organisationen (IOs), gewinnen zunehmend an Autorität und nehmen dadurch erheblichen Einfluss auf die internationale Angelegenheiten von Staaten, indem sie ihren Entscheidungsspielraum reduzieren. Dadurch wird das Prinzip nationaler Souveränität verändert. Es verliert seine Strukturierungsqualität in der Internationalen und nationalen Politik.
Forschungsthemen
In International Institutions in Hard Times. A Theory of Global Governance werden die aktuellen Blockaden und Normenverletzungen als Ausdruck der institutionellen Defizite von Global Governance interpretiert. Die Krise der europäischen Integration, der Unilateralismus der USA, die Zunahme von Widerständen gegen internationale Organisationen, aber auch das Souveränitätsbeharren aufstrebender Mächte wie China und Indien sind demnach eine Folge von Defekten in der weltpolitischen Ordnung.