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Ziel des Projektes Best_FDM (Bessere Ergebnisse durch Interoperabilität und standardisiertes Forschungsdatenmanagement) ist es, Strukturen zum Austausch auf dem Gebiet der empirischen Forschung zur Covid-19-Pandemie zu schaffen und Anforderungen an empirische Untersuchungen möglicher weiterer Corona-Wellen und künftiger Krisen zu definieren. Es soll die Vernetzung und Interoperabilität von Forschungsprojekten über methodische Grenzen hinweg gefördert und damit die Qualitätssicherung der Forschungsdaten und der Datenkulturwandel auch bei kleinen ad hoc aufgesetzten Forschungsprojekten unterstützt werden.
Hohe mediale Aufmerksamkeit erfuhr die in Zusammenarbeit mit Gruner+Jahr und dem Sozialforschungsinstitut infas durchgeführte "Brigitte"-Studie "Frauen auf dem Sprung", für die über 2000 junge Frauen und Männer zu ihren Lebensentwürfen befragt wurden. Zentrales Ergebnis war die starke Erwerbsneigung von jungen Frauen. Die doppelte Orientierung auf Berufstätigkeit und Familie ändert sich auch mit zunehmenden Alter nicht und bleibt über die Familienbildung hinaus handlungsleitend. Von einer Retraditionalisierung kann bei Frauen nicht gesprochen werden. In ihrem Ende 2009 im Pantheon Verlag erschienenen Band "Frauen auf dem Sprung" präsentiert Jutta Allmendinger die Ergebnisse der Befragung.
Das Projekt untersuchte die Geldarrangements von Paaren, um so Aufschluss über die geschlechtsspezifischen Macht- und Ungleichheitsmuster im privaten Beziehungsalltag unter den aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu erhalten. Folgende Fragen standen im Vordergrund: Inwiefern wirkt das eigene, selbst verdiente Geld – insbesondere von Frauen – in Paarbeziehungen als „Individualisierungsmotor“? Wie verändern sich dadurch Ungleichheitsverhältnisse zwischen den Lebenspartnern und wo zeichnen sich die Grenzen von Individualisierung in Paarbeziehungen ab? Die Untersuchungen zeigten, dass sich unter der Oberfläche vieler traditioneller Paarbeziehungen durchaus Modernisierungs- und Individualisierungstendenzen feststellen lassen.
Ziel war es, grundlegende Erkenntnisse zum Prozess der Arbeitsplatzsuche bzw. der Reintegration in den Arbeitsmarkt und zur sozialen Strukturierung von Arbeitsmarktchancen zu gewinnen. Über den Zeitvergleich können die Auswirkungen institutioneller (zahlreiche arbeitsmarktpolitische Reformen) und technologischer (Internet) Rahmenbedingungen auf diesen Prozess abgeschätzt werden.
Aufbau- und Ablauforganisation, Kompetenzen und Entscheidungsfindung von Hochschulen werden maßgeblich durch die Hochschulgesetze der Länder bestimmt. Seit einigen Jahren ist deren Regelungsdichte und Zuschnitt ein Spielfeld des kompetitiven Föderalismus. Berlin stellte es seinen Hochschulen 1998 frei, von den gesetzlichen Normen abzuweichen und ihre Angelegenheiten in eigener Verantwortung zu regeln. Davon haben alle Universitäten und Fachhochschulen des Landes Gebrauch gemacht. Wie sie ihre Autonomie genutzt haben und wie sich ihre frei gewählten Organisationsmodelle zu parallelen Entwicklungen in anderen Bundesländern verhalten, war Gegenstand des Projekts.
Im globalen Wettbewerb um Talente und Wissensressourcen, technologieintensive Güter und Innovationen entdecken Immer mehr hochindustrialisierte Staaten "Außenwissenschaftspolitik" als ein wichtiges Handlungsfeld. Das Spektrum reicht vom Marketing für den Hochschulstandort über strategische Partnerschaften mit exzellenten Wissenschaftseinrichtungen oder innovativen Unternehmen bis hin zu sicherheitspolitischen Fragen und capacity building in Entwicklungsländern. Wissenschaft ist der science diplomacy ebenso sehr Mittel zur Beförderung anderer Interessen wie selbst Zweck.
Ausgangspunkt der Kurzstudie ist das Gutachten 2008 der Expertenkommission für Forschung und Innovation, das in Bezug auf die Innovationsfähigkeit Deutschlands ein Humankapitalproblem feststellt, da es bei Kindern bildungsnaher Schichten beim Erwerb hoher Bildungszertifikate zu einer Ausschöpfung kommen wird. Um das gesamtgesellschaftliche Humankapital Deutschlands anzuheben, müssen vor allem bildungsferne Schichten zu Abitur und Studium gebracht werden, was im undurchlässigen Bildungssystem allerdings nicht möglich ist. Die Undurchlässigkeit des deutschen Bildungssystems ist durch die bekannten Ungleichheiten eines der größten Innovationshemmnisse Deutschlands.
Die Bedeutung der Kreativ- und Kultur-Ökonomie für die moderne Gesellschaft und Arbeitswelt ist mittlerweile grundsätzlich breit erforscht und anerkannt. Zwar gibt es durchaus gut bezahlte Positionen, allerdings erweist sich das Arbeiten für Viele als schlecht bezahlt, unsicher, hochkompetitiv und durch ein erhebliches Maß an Selbstausbeutung geprägt. Ein immer wichtiger Teilbereich kommt allerdings hinsichtlich einer soziologischen Analyse zu kurz: die Gaming-Welt. Dabei sind Videospiel-Entwickler:innen zwar mit erheblichen Arbeitsbelastungen konfrontiert, aber kaum kollektiv organisiert. Doch welchen Arbeitsbedingungen sind die Entwickler:innen konkret ausgesetzt und wie nehmen sie diese wahr?
Wesentliche Strukturkomponenten einer Zivilgesellschaft sind das Zivilengagement der Bürgerinnen und Bürger für das Gemeinwohl und die Aktivitäten der zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die Arbeit der seit 2008 bestehenden Projektgruppe zielt auf die Analyse beider Bereiche. Sie untersucht zum einen die aktuellen Strukturen, Ressourcen und unmittelbaren Effekte und zum anderen die Grenzen und langfristigen Wirkungen von Zivilengagement und der Tätigkeit zivilgesellschaftlicher Organisationen.