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Presseinformation

Frauen in einer festen Partnerschaft sind in allen westlichen Industriestaaten seltener und mit weniger Stunden erwerbstätig als ihre Männer. In Deutschland ist die Aufteilung von Erwerbsarbeit in Paarbeziehungen besonders ungleich verteilt, wie eine Studie con Lena Hipp (WZB) und Katrin Leuze Universität Hannover zeigt, in der die Arbeitszeitunterschiede in Paarbeziehungen in 27 Ländern untersucht wurden. In Deutschland beträgt der Arbeitszeitunterschied zwischen Männern und Frauen 16 Stunden pro Woche; in Slowenien nur 3 Stunden.

In Deutschland ist die Erwerbsarbeit zwischen Männern und Frauen besonders ungleich verteilt
Frauen und Männer

Frauen in einer festen Partnerschaft sind in allen westlichen Industriestaaten seltener und mit weniger Stunden erwerbstätig als ihre Männer. In Deutschland ist die Aufteilung von Erwerbsarbeit in Paarbeziehungen besonders ungleich verteilt, wie eine Studie von Lena Hipp (WZB) und Kathrin Leuze (Universität Hannover) zeigt, in der die Arbeitszeitunterschiede in Paarbeziehungen in 27 Ländern untersucht wurden. In Deutschland beträgt der Arbeitszeitunterschied zwischen Männern und Frauen 16 Stunden pro Woche; in Slowenien nur 3 Stunden.

Familiengründung in West und Ost

Beim Geburtenverhalten ähneln viele Kinder ihren Eltern. Sie bekommen genau oder fast so viele Kinder in einem ähnlichen Alter wie ihre Eltern, vorausgesetzt sie leben in demokratischen Gesellschaften. Anders verhält es sich in totalitären Regimen. Hier werden Muster der Familiengründung nicht einfach von einer auf die andere Generation vererbt. Diese Erkenntnisse werden jetzt durch eine neue Studie der WZB-Forscherin Anette Fasang gestützt, die erstmals systematisch das Geburtenverhalten in Ost- und Westdeutschland untersucht hat.

Syrer in Deutschland

Das WZB hat eine erste umfangreiche Befragung von geflohenen Syrerinnen und Syrern in Deutschland wissenschaftlich begleitet. Initiiert wurde die Studie  vom Projekt „Adopt a Revolution“. Knapp 900 syrische Flüchtlinge wurden dafür in fünf deutschen Städten zu Fluchtgründen, Konfliktursachen und Zukunftsperspektiven befragt. Heiko Giebler, wissenschaftlicher Mitarbeiter der WZB-Abteilung Demokratie und Demokratisierung, hat die Initiatoren bei der Konzeption, Durchführung und Auswertung der Umfrage beraten. Am 7. Oktober wurden die Ergebnisse in der Bundespressekonferenz vorgestellt.

A.SK Social Science Award 2015

Die französisch-amerikanische Entwicklungsökonomin Esther Duflo ist am Samstag, 10. Oktober, im WZB für ihre Studien zur Armutsbekämpfung mit dem A.SK Social Science Award ausgezeichnet worden. Der Preis gehört mit 100.000 Euro zu den international bestdotierten Preisen in den Sozialwissenschaften. Um Maßnahmen der Entwicklungshilfe auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen, hat Esther Duflo die aus der Medizin bekannte Methode der randomisierten kontrollierten Studien weiterentwickelt und damit die Entwicklungsökonomie revolutioniert.

Stipendiaten am WZB

Neue Impulse in der Forschung zu Wirtschaft und Governance sollen die Postdoc-Stipendien fördern, die die A.SK-Jury neben dem Preis vergibt. 2015 erhalten diese Auszeichnung, feierlich überreicht am 10. Oktober im WZB, die Politikwissenschaftler Robert F. Lepenies und Mahnaz Zahirinejad sowie die Ökonomin Juliana Silva Gonçalves (nicht im Bild).