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Forschungsthemen
Die politische Partizipation von Unterschichten ist bekanntermaßen niedriger als diejenige von Mittel- und Oberschichten. International vergleichende Studien haben jedoch gezeigt, dass sich das Ausmaß der soziostrukturellen Unterschiede in der politischen Partizipation deutlich zwischen den Gesellschaften unterscheidet. Das Projekt untersucht Ursachen und Folgen der unterschiedlichen Intergrationskraft von westlicher Demokratien. Warum gelingt es einigen Demokratien besser als anderen, ihre Unterschichten in das politische System zu integrieren?
Das EQUALSOC-Projekt ist ein sog. „Network of Excellence“ (NoE), das die Forschung in den Bereichen wirtschaftlicher Wandel, Lebensqualität und sozialer Zusammenhalt in Europa mobilisieren und weiterentwickeln will. Neben dem WZB nehmen 13 weitere Institute bzw. Universitäten teil. Es handelt sich um Institute aus Schweden (SOFI), den Niederlanden (AIAS), Frankreich (CNRS), Italien (DSRS, Biocca, University of Turin), Irland (ESRI), Deutschland (MZES, WZB), Großbritannien (Nuffield), Spanien (UPF), Estland (UT) und Belgien (CSB). Das Projekt wird von der Europäischen Union gefördert.
Projektziel:
Das Forschungsvorhaben will anhand des Vergleichs ausgewählter Länder (Deutschland, Frankreich, Italien und Schweden) Variationen des Wohlfahrtsstaats mit den Lebensbedingungen, Beziehungsmustern und Einstellungen verschiedener Generationen verknüpfen.
Die Erweiterung der Europäischen Union hat das Interesse an einer systematischen Erfassung der Lebensqualität in verschiedenen Regionen Europas verstärkt. Vier Drittmittelprojekte der Abteilung haben sich dieser Thematik mit dem Ziel gewidmet, einen umfassenden und systematischen Vergleich der Lebensbedingungen in 28 europäischen Ländern (EU-15, neue Mitgliedsstaaten, Türkei) zu erarbeiten. Im Jahr 2002 wurden mit dazu eigens harmonisierten Eurobarometer-Daten verschiedene Lebensbereiche näher untersucht und Berichte zur Einkommenssituation und sozialer Ausgrenzung, zu Arbeitsbedingungen, zu Fertilität, Gesundheit und Pflege sowie zur allgemeinen Lebenszufriedenheit erstellt.
Der Erfolg von Unternehmensneugründungen ist ein wichtiger Indikator für das Wachstums- und Innovationspotential einer Ökonomie. Dies gilt besonders für die ostdeutschen Bundesländer, da dort der Aufbau neuer, wettbewerbsfähiger Industriestrukturen und aktives Unternehmertum von zentraler Bedeutung für zukünftiges Wirtschaftswachstum sind. Almus und Prantl (2002) zeigen, welchen Einfluss personen- und unternehmensspezifische Charakteristika auf die Wachstumschancen und Schließungsrisiken neu gegründeter Unternehmen in Ost- und Westdeutschland während der 1990er Jahre haben.