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Forschungsthemen
Die Doktorarbeit untersucht die Geschichte der „Diskussionslust“ in der westdeutschen Gesellschaft von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die frühen 70er Jahre. Im Zentrum stehen mehrere mikrohistorische Fallstudien. Sie thematisieren unter anderem den Versuch der West-Alliierten, Sinn und Zweck des Diskutierens über Dokumentarfilme zu veranschaulichen, analysieren die Beliebtheit von Radio- und Fernsehdiskussionen (zum Beispiel die Sendung „Internationaler Frühschoppen“) und die Forderung nach „mehr Diskussion“ im Rahmen der 68er Bewegung.
In der (klassischen) politischen Kulturforschung galt Kritik eher als Negativum von Unterstützung und als Gefahr für politische Stabilität. Politische Kulturforschung war folgerichtig im wesentlichen Unterstützungs- und Legitimitätsforschung. Seit Mitte der 90er Jahre ist eine stärkere Hinwendung zur Kritikforschung zu erkennen (z.B. Norris 1999). Ziel der Studie ist die Typologisierung politischer Kritik sowie die Analyse der Merkmale unterschiedlicher Kritiktypen.
Das Dissertationsprojekt wurde im Rahmen der Mitarbeit im Forschungsprojekt EUROPUB entwickelt, das von der EU durch das 5. Rahmenprogramm finanziert wurde. Von April 2004 bis März 2005 erfolgte die Finanzierung durch das Doktorandinnen-Programm des WZB. Die Dissertation wird von Prof. Dieter Rucht (WZB) und Prof. Ruud Koopmans (Vrije Universiteit Amsterdam) betreut.