Prof. Dr. Wolfgang Huber liest aus seinem Buch „Menschen, Götter und Maschinen – Eine Ethik der Digitalisierung“ und diskutiert mit Benjamin Minack.
Prof. Dr. Wolfgang Huber liest aus seinem Buch „Menschen, Götter und Maschinen – Eine Ethik der Digitalisierung“ und diskutiert mit Benjamin Minack.
Die demokratische Wissensgesellschaft scheint beim Blick in die Zukunft manchmal wie gelähmt. Zwar versprechen neue Entwicklungen in Wissenschaft und Technik Lösungen gesellschaftlicher Probleme. Doch erweisen sie sich komplexer als gedacht und bedürfen politischer Gestaltung.
Ursprünglich getrieben durch auf niedrige Steuern und Arbeitskosten basierenden Wettbewerbsbedingungen hat sich in Mittelost- und Südosteuropa mittlerweile eine beschäftigungsstarke Automobilindustrie entwickelt, die zum festen Produktionsverbund europäischer Automobilhersteller gehört. Dazu zählt schon längst nicht mehr nur die Komponentenfertigung, sondern verstärkt eine in eigenen Industrieclustern stattfindende Fertigung europäischer Original Equipment Manufacturers (OEM) mitsamt zunehmender Entwicklungstätigkeiten. Angesichts der Transformationsprozesse der Automobilindustrie zur Elektromobilität stellt sich die Frage, ob diese Entwicklung weiterhin anhält.
Das Vorhaben ist Teil des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft. Die dort angesiedelte und mit der WZB-Forschungsgruppe „Globalisierung, Arbeit und Produktion“ assoziierte Forschungsgruppe untersucht, wie sich Arbeit durch den Einsatz von KI verändert. Im Zuge von den Technologiesprüngen im Bereich des maschinellen Lernens kommt KI in immer mehr Bereichen der Arbeitswelt zur Anwendung. Als Folge werden Veränderungen in der Interaktionsweise von Menschen und technischen Systemen, bei Arbeitsinhalten, Arbeitsorganisation und Qualifikationsanforderungen erwartet.
Die Covid-19-Pandemie störte das Funktionieren globaler Systeme ausgelagerter und verlagerter Produktion, die als "globale Produktionsnetzwerke" (GPNs) bekannt sind. Die Verlangsamung der Produktion und die Schließung von Fabriken auf der ganzen Welt führten zum Verlust von Arbeitsplätzen, zur Änderung von Unternehmensstrategien und zu wirtschafts- und industriepolitischen Interventionen. Die Unterbrechungen der GPNs durch die Covid-19-Pandemie waren in vielerlei Hinsicht schwerwiegend und beispiellos.