Die Demokratie steht vor gewaltigen Herausforderungen. Sozioökonomische Ungleichheit führt zunehmend zu asymmetrischer politischer Partizipation. Demokratische Wahlen können dem anscheinend nichts entgegensetzen. Ökonomische Globalisierungsprozesse beschleunigen die Entparlamentarisierung des demokratischen Prozesses.
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Die Gesundheitssysteme Deutschlands und der Schweiz zählen zu den teuersten der Welt, bringen aber nur mittelmäßige Gesundheitsergebnisse hervor, schöpfen mithin ihre Ressourcen und ihr Leistungspotenzial nur unzureichend aus. In beiden Ländern gilt die starke Abschottung von Versorgungssektoren - einhergehend mit Integrationsproblemen im Versorgungsprozess - als wichtige Ursache für diese Ineffizienzen. Die fehlende Integration zeigt sich als unzureichende Kommunikation und Koordination zwischen den beteiligten Akteuren. Sie führt zur Segmentierung von Versorgungsprozessen und zu vielfältigen Brüchen im Behandlungsverlauf. Es fehlt an langfristiger, kontinuierlicher Betreuung von Patienten, wie sie zur angemessenen Versorgung chronischer Erkrankungen notwendig wäre.
Der am WZB entwickelte Ansatz zur Betrieblichen Gesundheitsförderung als partizipative Organisationsentwicklung gilt heute als Pilotfall moderner Prävention nach dem von der WHO entwickelten Setting-Ansatz. Essentiell für sein Funktionieren ist u.a. eine reibungsarme Kooperation zwischen den inner- und überbetrieblichen Akteuren. Die Erforschung von Möglichkeiten und Grenzen der Einbeziehung von Berufsgenossenschaften füllt dabei eine wichtige Lücke, da die Berufsgenossenschaften als Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung der größte Akteur für Prävention und Gesundheitsförderung im Betrieb sind.
Digitale Methoden der Textanalyse und speziell das Topic Modeling erleben angesichts von Big Data derzeit auch in den Sozialwissenschaften eine gewisse Konjunktur. So fallen in entsprechenden Studien häufig allein aufgrund der schieren Datenmenge herkömmliche sozialwissenschaftliche Methoden aus. Automatisierte Verfahren der Mustererkennung textueller Daten kommen deshalb z.B. als Heuristik zum Einsatz, um qualitative Analysen anzuschließen oder quantitative Inhaltsanalysen zu ersetzen.
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Strukturen zur Stärkung der Qualitätssicherung und Evaluation in der primärpräventiven Arbeit der AIDS-Hilfen wurden auf Bundesebene entwickelt. Im Vordergrund standen folgende Komponenten: Workshops zu Methoden der Qualitätssicherung und Evaluation, ein Internet-Handbuch zu Ressourcen für die Qualitätssicherung und Evaluation, Unterstützung in der Verwendung epidemiologischer Daten und ein Peer-review-Verfahren. Parallel dazu wurde eine modellhafte, individuelle wissenschaftliche Beratung zur Entwicklung und Realisierung eigener Qualitätssicherungs- und Evaluationsmaßnahmen in zwölf Einrichtungen durchgeführt. Ein weiteres Ziel ist die Gründung eines Netzwerkes für partizipative Gesundheitsforschung.
Im Rahmen der bundesweiten Diskussion zum Stellenwert der Prävention und der Gesundheitsförderung im Gesundheitswesen – vor allem für sozial Benachteiligte – wird die Partizipation der Zielgruppen insbesondere in Settingprojekten als viel versprechender Ansatz bewertet. Gleichzeitig ist festzustellen, dass dieser Ansatz durch seine Komplexität und diskursive Gestaltung die üblichen Methoden der Evaluation und Qualitätssicherung überfordert.