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In einem Teilprojekt, an dem Paul Heidhues (WZB) mit Botond Köszegi (University of California at Berkeley) arbeitet, geht es darum, die Implikationen von psychologischen, beziehungsweise so genannten verhaltensökonomischen Ansätzen des Konsumentenverhaltens für die optimale Preisgestaltung von Unternehmen und den Wettbewerb zwischen Unternehmen zu erforschen. Die Untersuchung baut auf Ergebnissen psychologischer Experimente auf, die gezeigt haben, dass Konsumenten Verluste stärker bewerten als Zugewinne. In der Wirtschaftswissenschaft wird bislang ein neoklassisches Modell von Konsumenten und einer entsprechenden Preisgestaltung der Unternehmen verwendet.
In den letzten Jahren haben Unternehmensfusionen auf nationaler wie internationaler Ebene viel Aufsehen erregt. Aus Sicht der Firmen erscheinen Fusionen sinnvoll, um im internationalen Wettbewerb Größenvorteile zu realisieren. Gleichzeitig aber wird durch die hohe Konzentration von Marktmacht der Wettbewerb unterbunden, mit der Folge, dass die Innovationsanstrengungen von Firmen nachlassen. Das periodische Auftreten von Fusionswellen lässt darauf schließen, dass die Motive für Unternehmenszusammenschlüsse vielfältiger und zahlreicher sind, als auf den ersten Blick vermutet wird. Der Aspekt, warum Fusionen häufig scheitern, blieb bisher in der ökonomischen Literatur nicht befriedigend geklärt.
Zwei Fragen stehen im Mittelpunkt dieses Projektes. Erstens, welche politischen und institutionellen Faktoren sind bei wirtschaftspolitischen Entscheidungen von Bedeutung? Zweitens, inwieweit führt ein Ansatz, der Politik und Markt simultan betrachtet im Vergleich zu einer isolierten Betrachtung zu einer unterschiedlichen Beurteilung der Auswirkung wirtschaftspolitischer Maßnahmen? Der neue Forschungsansatz wird auf zwei Politikbereiche angewendet, die Fusionskontrolle und die Regulierung.
Das institutionelle Umfeld wirtschaftlicher Entscheidungen gewinnt auch für internationale Studien an Bedeutung. So lassen sich die Unterschiede in der ökonomischen Effizienz zwischen Ländern gut durch die unterschiedlichen Institutionensysteme erklären. Zudem sind die wirtschaftlichen Auswirkungen nationaler Institutionen nicht mehr nur auf das eigene Land begrenzt.
Forschungsthemen