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Informations- und Telekommunikationstechnologien (IKT) haben bestehende Industrien revolutioniert und zu Produktivitäts- und Wachstumssteigerungen beigetragen. Sie sind Wegbereiter der neuen Informationsindustrien, da durch diese Technologien neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt gebracht werden. Als Beispiele ließen sich Internetdienste, der Mobilfunk und die Softwareindustrie nennen. Diesen Industrien sind einige besondere Eigenschaften gemeinsam, wie niedrige marginale Produktionskosten, Netzwerkeffekte und Komplementaritäten, die nicht nur für das Marktverhalten der Firmen, sondern auch für die Wettbewerbspolitik bedeutende Folgen haben.
Staatliche Interventionen beeinflussen unternehmerisches Handeln auch durch die Vergabe von Subventionen. Ziel solchen staatlichen Handelns kann die Lenkung unternehmerischer Aktivitäten, beispielsweise zur Steigerung von Investitionen für Forschung und Entwicklung, die Förderung von Start-ups oder die staatliche Beihilfe zur Sanierung und Umstrukturierung (Rescue & Restructuring) von Unternehmen sein. In diesem Projekt liegt das Interesse auf der Untersuchung der Externalitäten, die Subventionen für die Wohlfahrtsverteilung haben, sowie auf der Erforschung der Wechselwirkung zwischen staatlicher Beihilfepolitik und Marktergebnissen.
Projektbeschreibung derzeit nur in Englisch verfügbar.
Der weltweite Einfluss neoliberaler Netzwerke von Intellektuellen und Think Tanks wird im Rahmen des Projektes vergleichend anhand von spezifischen Themenfeldern (z.B. Entwicklungspolitik, Umweltpolitik) vertiefend erforscht. Rekonstruiert wird die längerfristige und andauernde Evolution neoliberaler Kräfte in Wissenschaft, Medien, Politik und Beratung sowie deren Finanzierung z.B. durch Unternehmen, Verbände und Stiftungen. Methodisch steht die historisch-soziale Netzwerkanalyse der Mont Pèlerin Society neoliberaler Intellektueller sowie mit dieser verbundener Think-Tank-Netzwerke im Zentrum der Analyse.
Fächerübergreifende Forschung wird zunehmend gefordert und auch gefördert (z.B. durch ERC und BMBF‐Programme). Interdisziplinarität wird dabei das Potenzial zugesprochen, komplexe Probleme, sog. ‚grand challenges’ bearbeiten zu können, die in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung immer virulenter werden. Universitäten weltweit haben in den letzten fünfzehn Jahren große interdisziplinäre Zentren eingerichtet (z. B. Bio‐X an der Stanford University). Von der Wissenschaftspolitik geförderte Organisationen, wie das Weizenbaum Institut zur Erforschung der Digitalisierung, stellen den Versuch dar, durch Interdisziplinarität ‚wicked problems’ wissenschaftlich bearbeiten zu können.
Das Projekt zielt auf die Analyse der jüngeren Entwicklung der beschleunigten Internationalisierung (Europäisierung) politischer Interessenvertretung im Zusammenhang mit supranationalen europäischen und anderen internationalen Organisationen (z.B. der Weltbank). Von Interesse sind die vertikale Verlagerung der Interessenvertretung im Zuge der Internationalisierung und Europäisierung einerseits und die horizontale Ausdifferenzierung des Lobbying innerhalb der globalisierten Gesellschaft andererseits. Im Zentrum der Analyse steht daher die doppelte Entgrenzung der Interessenvertretungspolitik (u.a. Verbände, kommerzielle Dienstleister/Berater, Think Tanks).