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(Berufliche Bildung im Wandel: Internationalisierung und nationale Veränderungsdynamiken von Berufsbildungs- und Hochschulsystemen)
Forschungsthemen
Ziel des Projektes ist zu ermitteln, welchen Einfluss Institutionen des Bildungssystems und des Arbeitsmarktes auf den Übergang von Jugendlichen von der Schule in das Erwerbsleben haben. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung geeigneter international vergleichbarer Indikatoren zur Messung sowohl von Institutionen als auch von individuellen Übergangsprozessen. Die international vergleichende Forschung zu School-to-Work Transitions weist eine Reihe von Lücken auf, zu deren Schließung dieses Projekt einen Beitrag leisten will.
Mit der steigenden Bildungsbeteiligung von Frauen erhöht sich auch die Zahl der Paare, in denen beide Partner über einen Hochschulabschluss verfügen. Bei diesen Paaren gewinnt die Verflechtung von Berufskarrieren zu Doppelkarrieren – definiert als erfolgreiches Verfolgen einer beruflichen Karriere durch beide Partner – immer mehr an Bedeutung. Sie ist zugleich eine wichtige Erfolgsbedingung für die Verwirklichung von weiblichen Berufskarrieren. Um hochqualifizierte Karrieren in Wissenschaft und Wirtschaft für beide Partner bewerkstelligen zu können, bedarf es einerseits erhöhter Aushandlungs- und Koordinationsleistungen in der Partnerschaft sowie andererseits geeigneter externer Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt.
Forschungsthemen
In der Arbeitsmarktforschung sind – neben Kompetenzunterschieden bzw. -defiziten – vier Mechanismen für die geringen und sich immer mehr verschlechternden Arbeitsmarktchancen gering qualifizierter Personen identifiziert worden (Solga 2008): (a) der Verdrängungsmechanismus, (b) der Diskreditierungsmechanismus (d. h. für wie produktiv und kompetent gering Qualifizierte seitens der Beschäftigen „gehalten werden“), (c) der Mechanismus der sozialen Verarmung (d. h. über welche Netzwerkanbindungen zu Arbeitsplätzen als wichtige Ressource sie verfügen) und (d) der Stigmatisierungsmechanismus (d. h. für wie leistungsfähig sie sich selbst halten als Faktor ihres Bewerbungsverhaltens).