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Governance for Global Health

David AusserhoferZur Großansicht
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Gesundheit ist in den vergangenen 15 Jahren zu einem der wichtigsten Politikfelder auf außen- und entwicklungspolitischen Agenden aufgestiegen. Dementsprechend ist die Zahl der Akteure, Institutionen und Regelsysteme, die für die globale Gesundheitspolitik relevant sind, rapide angestiegen. Internationale Zusammenarbeit in diesem Feld wird daher gemeinhin als Konkurrieren zahlreicher Akteure und Organisationen um Autorität und Führungsanspruch dargestellt. Die Nachwuchsgruppe Governance for Global Health analysiert, wie inmitten dieses „Governance-Chaos“ Architekturen entstehen – Architekturen, die die Beziehungen zwischen unterschiedlichen internationalen Organisationen im Gesundheitsbereich ordnen und stabilisieren.

Um das Entstehen von Governance-Architekturen zu erklären, wendet sich die Nachwuchsgruppe globalen Metagovernance-Normen zu, die angemessene und effektive Organisationsprinzipien für globales Regieren konstruieren. Die Gruppe untersucht, inwiefern diese Normen auf die Programmatik und Praktiken internationaler Gesundheitsorganisationen einwirken und eine Intensivierung ihrer kooperativen Beziehungen untereinander zur Folge haben. Während sich existierende Forschungsarbeiten bislang auf die Abbildung und die Ursachen von Fragmentierung und Governance-Komplexität konzentriert haben, will die Nachwuchsgruppe mit ihrem Fokus auf Ordnung und interorganisationale Kooperation zur Theorieentwicklung zu Ordnungsbildung in Global Governance beitragen. Durch die Konzeptualisierung von Normen als Gegenstand unterschiedlicher Inszenierungen und Bedeutungskämpfe möchte das Projekt außerdem neuere theoretische Ansätze in der IB-Normenforschung weiterentwickeln. Insgesamt verspricht das Forschungsprojekt so wichtige Erkenntnisse mit Blick auf Entstehung und Effekte von Strukturen der Meta-Governance auf globaler Ebene zu liefern.