Abstract

Das Drittmittelprojekt „Demokratie als Entwurf und kulturelle Leistung“ widmet sich den mit der sog. „Entgrenzungskrise“ verbundenen Fragen und Problemen der politischen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland sowie anderer EU-Staaten von den 1970er Jahren bis heute. „Entgrenzungskrise“ meint das Fehlen der kulturellen Bereitschaft und Fähigkeit, die für jede freiheitliche Ordnung unverzichtbaren Begrenzungen vorzunehmen und anzuerkennen.

Untersucht werden

  • die dominierende Ausrichtung allen politischen Handelns auf die Sicherung von Wirtschaftswachstum,
  • die Fähigkeit der demokratischen Regierungen, aus dem Gleichgewicht geratene Entwicklungen einzufangen und dafür notwendige Veränderungen bestehender politischer Prioritäten durchzusetzen, sowie
  • mögliche Rückwirkungen auf demokratische Staaten, wenn sich herausstellen sollte, dass autokratisch regierte Staaten eher in der Lage sind, notwendige Begrenzungen durchzusetzen als die von sozialer Besitzstandwahrung zunehmend geprägten westlichen Demokratien.

Ziel ist es herauszufinden, wie die Fähigkeit demokratisch verfasster Staaten zur Begrenzung gestärkt werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, werden neben sozialen Systemen auch andere Bereiche untersucht, die - wie Innovationsbarrieren im gesellschaftlichen Bereich, in der Wirtschaft oder in Governance-Strukturen - dank ihrer Besitzstandsorientierung notwendige Veränderungen erschweren oder behindern.

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Forschungsthemen

Demokratie
Laufzeit
2011-2015
Förderung
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft